Die Heinrich Strecker Gesellschaft
Auf Initiative der Witwe des Komponisten, Frau Reg.-Rat Erika Strecker und Herrn Reg.-Rat Raimar Wieser wurde am 21. Dezember 2000 die „Heinrich Strecker Gesellschaft“ ins Leben gerufen. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur und Politik wie Prof. Walter Heider, HR Dr. Ingo Wieser oder Badens Bürgermeister a.D. Prof. Mag. August Breininger fanden sich unter den Gründervätern. Damit wurde der Grundstein für eine Vielzahl von Aktivitäten gelegt, die das musikalische Erbe des Komponisten vermehrt präsent werden ließen.
Das jährliche Gartenkonzert in der Villa Strecker, welches von der Stadtgemeinde Baden in Zusammenarbeit mit der Heinrich Strecker Gesellschaft durchgeführt wird, trägt dazu ebenso bei wie die Sommerkonzertreihe unter dem Titel „Original Wiener Musik am Entstehungsort“. Diese erfreut sich sowohl bei der Badener Bevölkerung als auch bei den Kurgästen und Touristen großer Beliebtheit. Bei einem Rundgang durch die im Biedermeier erbaute Villa werden Raritäten wie handschriftliches Notenmaterial, Video- und Toneinspielungen sowie die schönsten Lieder von „Drun´t in der Lobau“ bis „Ja, ja da Wein ist gut“ von renommierten Solisten präsentiert.
Darüber hinaus hat der internationale Heinrich Strecker Gesangswettbewerb – CROSS OVER COMPETITION, der seit 2001 alle zwei Jahre stattfindet, für großes mediales Aufsehen gesorgt. Dieser einmalige Wettbewerb, der alle musikalischen Genres verbindet, findet seitdem mit großer Unterstützung der Stadt Baden und des Landes Niederösterreich in Baden statt. Unter einer ausgewählten Fachjury aus Intendanten, Regisseuren und Sängern bietet der Wettbewerb den jungen Künstlerinnen und Künstlern die Chance sich zu präsentieren und neben lukrativen Preisen auch das ein oder andere Engagement zu bekommen. Mit dieser Initiative versucht die Heinrich Strecker Gesellschaft nicht nur zur Förderung junger Talente beizutragen, sondern sich auch für die Pflege des musikalischen Erbes Heinrich Streckers und des Wienerliedes im Allgemeinen einzusetzen.
Weiters ist die Heinrich Strecker Gesellschaft auch mit der Aufarbeitung des Lebens Heinrich Streckers außerhalb seines Komponistendaseins beschäftigt. Hierbei liegt der Schwerpunkt in den Zwischenkriegsjahren sowie zwischen 1938 und 1945. Informationen hierzu finden Sie hier auf unserer Website unter www.strecker.at .
Um Heinrich Streckers künstlerischen Beitrag zum österreichischen Kulturerbe zu erhalten, plädiert die Heinrich Strecker Gesellschaft für eine sachliche Trennung von Person und Werk des Komponisten, so wie diese auch bei vergleichbaren Künstlerpersönlichkeiten jener Jahre akzeptiert wurde. Insbesondere soll Streckers Leistung um die formale und inhaltliche Weiterentwicklung der Musik-Gattungen „Operette“ und „Wiener Musik/Wienerlied“ gewürdigt und weitergegeben werden.
Prof. Herbert Fischerauer
1. Vorsitzender der Heinrich Strecker Gesellschaft
